Warum der CAGR nützlich ist
Der CAGR übersetzt eine gesamte Wertveränderung in eine äquivalente jährliche Wachstumsrate. So lassen sich Entwicklungen mit unterschiedlicher Dauer sauber vergleichen, ohne nur auf den Endfaktor zu schauen.
Diese Version zeigt zusätzlich einen realen CAGR, weil Inflation gerade bei Vermögen und langfristigen Projekten die Qualität des Ergebnisses verändern kann.
So interpretieren Sie die Ergebnisse
- Der nominale CAGR ist sinnvoll für den direkten Rohvergleich mehrerer Entwicklungen.
- Der reale CAGR nähert das Ergebnis stärker an Kaufkraft oder wirtschaftlichen Mehrwert an.
- Der Gesamtfaktor zeigt die Größenordnung des Wachstums, ersetzt aber nicht die jährliche Geschwindigkeit.
- Die 72er-Regel ist ein praktischer Richtwert, keine perfekte mathematische Garantie.
Praxisbeispiel
Wenn aus 25000 € in sechs Jahren 48750 € werden, wirkt die Entwicklung absolut stark. Der CAGR zeigt, welche jährliche Rate tatsächlich dahintersteckt.
Mit einer Inflationsannahme wird zusätzlich klar, wie viel davon echte reale Wertsteigerung und wie viel nur nominaler Preiseffekt ist.
Best Practices
- Vergleichen Sie nur Zeiträume, die inhaltlich sinnvoll nebeneinanderstehen.
- Berücksichtigen Sie Inflation bei langen Zeiträumen immer separat.
- Nutzen Sie den Gesamtfaktor als Kontext, nicht als Ersatz für jährliches Wachstum.
- Bei sehr niedrigen oder negativen Raten ist die 72er-Regel nur eingeschränkt hilfreich.
FAQ
Sagt der CAGR etwas über die Zukunft aus?
Nein. Er beschreibt die implizite jährliche Wachstumsrate zwischen Anfangs- und Endwert, aber weder Schwankungen noch zukünftige Entwicklung.
Warum wird ein realer CAGR angezeigt?
Weil ein Teil nominalen Wachstums nur aus Preissteigerungen bestehen kann. Der reale CAGR ist oft die nützlichere Entscheidungsgröße.
Wann wird die 72er-Regel ungenau?
Bei sehr niedrigen, negativen oder extrem hohen Raten. Sie ist ein praktischer Richtwert, keine exakte Formel in jeder Situation.